Ernährung
Matcha: grüne Gesundheit?
04.10.2017 - Die Verbraucherschutzzentrale warnt vor der bedenkenlosen Nutzung von Matcha-Tee und Matcha-Produkten.

Immer wieder gibt es auf dem Markt Trendprodukte, die Gesundheit versprechen. Jüngster Trend ist grün und pulverig und heißt Matcha und kommt aus Japan. Die Werbung klingt vielversprechend: Matcha schützt vor Krebs, hilft beim Abnehmen und beugt Diabetes vor.

Was ist Matcha?

Matcha sind zerriebene grüne Teeblätter der Tee-Sorte „Tencha“, der vornehmlich in Japan angebaut wird. Die geernteten Teeblätter werden mit Wasserdampf behandelt, getrocknet und dann in Granitsteinmühlen zu feinstem Pulver gemahlen. Je leuchtender die grüne Farbe ist, desto frischer soll der Tee sein.

Wissenschaftlich wenig erforscht

Der Begriff „Matcha“ ist im Lebensmittelrecht kaum geschützt und es ist auch völlig unklar, was ihn von herkömmlichen grünen Tee unterscheidet. Darüber hinaus gibt es zu wenige Studien, die einwandfrei belegen können, dass Matcha eine gesundheitsfördernde Wirkung hat. „Zwar wird bei Matcha das ganze Blatt verzehrt, allerdings ist fraglich, ob mit diesem Plus sekundärer Pflanzenstoffe ein zusätzlicher gesundheitlicher Nutzen einhergeht“, sagt die Verbraucherzentrale NRW.

Überteuert

Viele Matcha-Produkte sind sehr teuer, weil mit gesundheitsfördernder Wirkung geworben wird. Ferner ist der Matcha-Anteil in vielen Produkten so gering, dass die gesundheitliche Wirkung gleich null ist.

Gutes Matcha-Pulver ist teuer, weil das Herstellungsverfahren aufwendig ist. 100 Gramm Matcha-Pulver gibt's im Internet schon für 15 Euro zu kaufen, die teuerste Variante liegt bei etwa 80 Euro.

Matcha-Pulver wird in der Regel in Schraubgläschen oder Blechdöschen verkauft. Auf dem Markt gibt es eine ganz große Palette an verschiedenen Formen, wie das Pulver angeboten wird: Von Matcha-Latte bis hin zu Matcha-Energydrinks und Matcha-Kapseln ist die Palette schon relativ groß.

Worauf muss der Verbraucher den achten?

  • Die Zutatenliste beobachten: Viele Produkte, auch Kosmetikprodukte, weisen oft nur Spuren von Matcha-Pulver auf, für die man jedoch kräftig in die Tasche greifen muss.
  • Matcha enthält mehr Koffein als herkömmlicher grüner Tee. Produkte mit einem hohen Matcha-Anteil sollten daher bei Kindern nicht auf dem Teller oder in die Tasse kommen.

 

 

 

 

 



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